Insgesamt stehen acht Springbrunnen auf dem Viktualienmarkt.
Es sind zwei "einfache" Brunnen; sechs Springbrunnen erinnern an
populäre Münchner Schauspieler.
Dieser Brunnen ist dem Gstanzlsänger Roider Jackl gewidmet.
Der am 17. Juni 1906 in Weihmichl bei Landshut geborene Roider Jackl war von Beruf
eigentlich Förster. Er schaffte es,
das Gstanzlsingen von Wirtshausbühnen in das Licht der Scheinwerfer zu heben, indem er mit
überdurchschnittlicher Könnerschaft diese Form des kurzen
Spottliedes darbot. Er nahm sowohl aktuelle politische Geschehnisse aufs Korn wie auch allgemein menschliche Schwächen.
Er war Mittelpunkt in der "Weiß-blauen Drehorgel" oder auch beim
Salvatoranstich auf dem Nockherberg. Zwei Jahre nach seinem Tod am 8. Mai 1975 in Freising, kam er
auf dem Viktualienmarkt in dem von Hans Osel gestalteten
Brunnendenkmal zu Ehren. Der Bronzeguß wurde von der
Kunstgießerei Werner Braun ausgeführt, der Brunnenaufbau aus Marchinger Muschelkalk
durch den Münchner Steinmetz Hans Rehm gestaltet. Die eingravierte
Inschrift gibt bekannt: "Roider Jackl, Förster, Gstanzlsänger,
Levitenleser". Die Brunnensäule hat sechs Ausläufe, die wie kleine
Kanonen auch nach Roider Jackls Tod auf Politiker, Großkopferte, Siebengescheite,
Protzerte, Großmäulige, Gwapplte und Bazis zielen.