Dieser kleine, wunderschöne
Springbrunnen steht im Innenhof
des Künstlerhauses.
Der Brunnen ist dem Volksschauspieler Konrad Dreher gewidmet.
Konrad Dreher wurde am
30.10.1859 in München als Tischlerssohn geboren. Er machte eine
kaufmännische Lehre, wandte
sich aber dann dem Theater und
der Schauspielerei zu. Als bodenständiger Gesangs- und Charakterkomiker gastierte er in Wien,
Wiesbaden und München. Dort
lernte er am Gärtnerplatz-Theater
Xaver Terofal kennen. Mit ihm
gründete er das "Schlierseer
Bauerntheater". Dreher wurde mit
dem Titel "königlich bayerischer
Hofschauspieler" ausgezeichnet.
1939 zog er sich vom Theater zurück, während des
Krieges wurde er evakuiert und starb 1944 in Fessenheim a. Ries.
Das Künstlerhaus ist als Vereinsgebäude und
Festsaalbau der Münchner
Künstlergenossenschaft 1892-1900 errichtet worden - also als
"München leuchtete", so
Thomas Mann. Das Künstlerhaus wurde zum Karlsplatz hin
1937/38 um ein Obergeschoss aufgestockt; im Krieg
teilweise ausgebrannt; ab 1955 von Erwin Schleich
wiedererrichtet. Es gilt als ein hervorragendes Beispiel
der Architektur der Prinzregentenzeit,
spielerische Variation von Elementen der Renaissance.
Sehenswert ist vor allem das Vestibül des Saalbaus.