Die beiden Schalenbrunnen - auch Römischen Brunnen genannt - auf beiden Seiten der
Ludwigstraße umgeben von den
Gebäuden der Ludwig-Maximilians-Universität komplettieren die
gelungene Anlage des Geschwister Scholl/ Prof. Huber-Platzes.
Die Brunnen hatten ihre Vorbilder auf dem Petersplatz in Rom, daher rührt auch der Name.
Das Brunnenbecken besteht aus Granit, die Schalen wurden aus
bronziertem Eisenguß gefertigt.
Die Ludwigstraße ist eine von Münchens Prachtstraßen.
Sie nimmt ihren Weg von der Theatinerkirche, der Feldherrnhalle und der Residenz
auf und führt am Hofgarten, an der Münchner Universität vorbei zum Siegestor.
Dort geht die Ludwigstraße in die Leopoldstraße über, der zweiten Münchener Prachtstraße.
Als Straße der Wissenschaften ist die Ludwigstraße
eine der monumentalsten und großzügigsten Straßenschöpfungen
des 19. Jahrhunderts. Herzog Ludwig der Reiche von Bayern-Landshut hatte 1472 die
Universität in Ingolstadt gegründet.
Im Jahr 1800 verlegte Kurfürst Max IV.
Joseph (der spätere König Maximilian I.) von Bayern
die Universität nach Landshut.
Nach ihm und nach Ludwig dem Reichen trägt die
Universität den Namen Ludwig-Maximilians-Universität.
König Ludwig I holte 1826 die Universität nach München.
Alle Bauten stammen von Gärtner, 1835-40 errichtet.
Große Gelehrte wie etwa Fraunhofer, Röntgen, Liebig,
Martius, Feuerbach, Max Weber, Schelling und viele mehr, haben sie
berühmt gemacht. Unvergessen sind auch die Namen der Studenten Hans und Sophie
Scholl sowie von Prof. Kurt Huber, die den Widerstand gegen das Hitler-Regime
im Kreis der "Weißen Rose" anführten und 1943 dafür
hingerichtet wurden.
Heute ist die Ludwig-Maximilians-Universität (LMU)
München eine der führenden Universitäten in Europa. In 18 Fakultäten
forschen und lehren rund 700 Professorinnen und Professoren sowie etwa
3.300 wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie bieten ein
breites und ausdifferenziertes Spektrum aller Gebiete des Wissens von
Geistes- und Kultur- über Rechts-, Wirtschafts- und Sozial-wissenschaften
bis hin zur Medizin und den Naturwissenschaften. Dieses Angebot nutzen
zurzeit rund 44.000 Studierende, davon rund 15 Prozent aus dem Ausland.