Am Nordufer des südlichen Parkkanals ist ein Künstliches Dörfchen; die bewohnbaren Häusern
sollen die idealisierte Vorstellung des Landlebens in höfischer Zeit verkörpern - die Sehnsucht nach
der vermeintlichen Idylle der Welt der Bauern und Hirten.
Dem zweistöckigen Pumpenhaus wurden in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts einige weitere
eingeschossige kleine Bauern-häuser zugesellt. Es sind dies das Hirschgartenbrunnhaus, das
Brunnwärterhaus und das zurückliegende Biberwärterhaus.
1803/04 erfolgte der Umbau des bis dahin von zwei hölzernen Wassertürmen begleiteten Pumpenhauses zum Grünen Brunnhaus, dessen
innengelegenes Wasserrad von diesem Zeitpunkt an Druckpumpen bediente.
Über einen kleinen Abzweig wird Wasser aus dem südlichen Kanal, der an dieser Stelle noch das Niveau des Würmkanals hat, in den Keller des
Gebäudes geführt, wo, für den Gartenbesucher unsichtbar, das Gefälle zur Energiegewinnung genutzt wird. Die Maschine wurde 1803 von Joseph von Baader
kon-struiert. Sie wurde mehrfach erneuert und versorgt die Fontäne im Gartenparterre.
An der Westseite des Hirschgartenbrunnhauses befindet sich dieser Wandbrunnen. Ein Fisch speit Wasser in ein Auffangbecken.